Was ist der Unterschied zwischen Biwakieren und Camping?
Der Unterschied ist einfach, aber entscheidend: Biwakieren ist eine ultraleichte, diskrete Übernachtung, meist auf Reisen. Camping hingegen ist eine nachhaltigere, voll ausgestattete Freizeiteinrichtung, die oft auf einem dafür vorgesehenen Gelände stattfindet. Hier erfahren Sie, wie Sie die richtige Wahl treffen und die gesetzlichen Bestimmungen einhalten.
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- Ein Biwak ist eine einfache Übernachtungsmöglichkeit mit später Ankunft und früher Abreise, oft bei einer Wanderung. Es ist von Natur aus diskret.
- Camping ist ein erholsamer Aufenthalt von mehreren Nächten mit Einrichtungen und in der Regel auf bebautem Gelände.
- Rechtlich gesehen: Das freie Campieren wird durch die Artikel R111 32 , R111 33 und R111 34 des Stadtplanungsgesetzes geregelt. In Nationalparks unterliegt das Biwakieren je nach Standort spezifischen Regeln ( Portal der Nationalparks ).
- Ziel: Den Ort intakt lassen, jegliches Feuer vermeiden und die örtlichen Vorschriften in den Bergen, Wäldern und an der Küste einhalten.
Operative Definitionen und rechtlicher Rahmen
Wie nennt man ein Biwak?
Im allgemeinen Sprachgebrauch unter Wanderern bezeichnet der Begriff Biwak eine leichte, vorübergehende Schlafgelegenheit: ein kompaktes Zelt, in dem man nicht aufrecht stehen kann, eine Plane, eine Hängematte oder einen einfachen Biwaksack. Man bleibt jeweils nur eine Nacht am selben Ort, kommt nach Sonnenuntergang an und verlässt das Biwak bei Sonnenaufgang. Diese Einfachheit reduziert die Umweltbelastung und unterscheidet ein Biwak von einem aufgebauten Lager.
Wie wäre es mit Camping?
Camping ist eine Freizeitaktivität, die oft mehrere Nächte, Parkplätze oder eine umfangreichere Anlage auf einem angelegten und ausgestatteten Gelände umfasst. Freies Camping außerhalb eines Geländes ist nur dort möglich, wo es die örtlichen Vorschriften erlauben und unter bestimmten Bedingungen.
Was das Gesetz in Frankreich sagt
Rechtlich ist der Begriff Biwak nicht explizit definiert, es handelt sich jedoch um vorübergehendes Camping. Der Baukodex legt fest, dass Camping mit Zustimmung des Eigentümers frei ausgeübt werden darf (Art. R111 32 ), wobei er die Verbote (klassifizierte oder registrierte Standorte, Ufer usw., Art. R111 33 ) und die Möglichkeit von Verboten durch PLU (Art. R111 34 ) auflistet. In staatlichen Wäldern kann das Campen im Freien per Dekret zum Schutz der Umwelt und zur Brandverhütung verboten sein (siehe ONF in Fontainebleau und Informationen der Präfektur ).
Express-Vergleich
| Kriterien | Biwak | Camping |
|---|---|---|
| Dauer | Eine Nacht am selben Ort, späte Ankunft, frühe Abreise. | Mehrere Nächte, organisierter Aufenthalt. |
| Einrichtung | Leicht und diskret: Tarp, kleines Zelt, Hängematte. | Komplette Ausstattung: Vorzelt, Tisch, Kühlboxen, Fahrzeug. |
| Ort | Natürliche Umgebungen sind erlaubt, oft wandernd, manchmal in der Nähe eines Unterschlupfs. | Zugewiesenes Land oder gelegentlich kostenlos, wenn vor Ort genehmigt. |
| Verordnung | Strenge lokale Vorschriften: Parks, Reservate, Verordnungen. | Städtebauliche Vorschriften und interne Bestimmungen des Landes. |
| Fußabdruck | Minimal, hinterlässt keine Spuren. | Stärker ausgeprägt, aber durch die Infrastruktur eingerahmt. |
Die richtige Praxis auswählen: eine Schritt-für-Schritt-Methode
1) Klären Sie Ihre Absicht
Möchten Sie zu Fuß eine Bergkette überqueren und abends dort übernachten, wo Sie ankommen? Dann entscheiden Sie sich für ein Biwak . Möchten Sie mehrere Tage am selben Ort verbringen und dabei Komfort und Annehmlichkeiten genießen? Dann ist Camping ein Muss.
- Geplante Reiseroute (GR, Trekking, Überquerung): diskretes Biwak.
- Stationär (Familie, Komfort, Aktivitäten): Campingplatz.
- Überprüfen Sie die Empfindlichkeit der Umgebung: Herz des Parks, Reservat, Küste, Dünen, Wald.
2) Informieren Sie sich vor Ihrer Abreise über die örtlichen Vorschriften
Informieren Sie sich über den Lageplan (Nationalpark, Naturschutzgebiet, ONF, Rathaus) und die Öffnungszeiten. In den Bergen ist das Biwakieren in einigen Parks unter bestimmten Bedingungen erlaubt, in anderen ist es verboten. An der Küste und in den Dünen ist freies Campen generell verboten.
- Siehe Artikel R111 32 bis R111 35 .
- Parks: Informationen zu Öffnungszeiten, Bereichen und Reservierungen finden Sie auf den entsprechenden Seiten.
- Wälder: Suchen Sie nach ONF- und Präfekturverordnungen.
3) Wählen Sie eine einheitliche Ausrüstung
Beim Biwakieren ist höchste Funktionalität wichtig: leichtes Zelt, geeigneter Schlafsack, Isomatte, sauberer Kocher, Wasser- und Filterset, Stirnlampe, kleines Erste-Hilfe-Set. Beim Camping ist Langlebigkeit wichtig: 2- bis 3-Personen-Zelt, Bodenplane, Möbel, Kühlbox und Organisation im Camp.
Arknor-Auswahl: Zelte und Planen , Kocher und Verbrennungsanlagen , Koch- und Töpfe , Taschen und Tragetaschen , intelligenter Biwakführer .
4) Wasser, Wetter und Sicherheit vorausschauen
Kartieren Sie Ihre Wasserquellen, planen Sie die Wasseraufbereitung, beobachten Sie Wind- und Sturmbedingungen. Informieren Sie einen Freund oder ein Familienmitglied über Ihr Reiseziel, treffen Sie grundlegende Sicherheitsvorkehrungen und halten Sie die Notrufnummer 112 griffbereit.
- Wasser: 2 bis 3 Liter pro Person und Tag mit Filterung.
- Wetter: Haben Sie einen Plan B, wie eine Hütte oder einen Unterschlupf in der Nähe.
- Feuer: Vermeiden Sie Bodenfeuer. Verwenden Sie einen stabilen Ofen und einen Windschutz.
5) Richtig einleben und unsichtbar bleiben
Biwakieren Sie spät, brechen Sie früh auf und vermeiden Sie wackeligen Boden. Verwenden Sie leichte Zelte, schützen Sie sich vor dem Wind und halten Sie sich von Bächen und Wegen fern. Beachten Sie beim Campen die Regeln und respektieren Sie Ihre Nachbarn.
- Diskreter, flacher, spurloser Standort.
- Toiletten: Graben Sie ein 15-20 cm großes Loch mehr als 60 m vom Wasser entfernt. Nehmen Sie das Papier mit.
- Am Anfang: 100 % saubere Baustelle, ohne Abfall und Mikromüll.
Mini-Fallstudie: Eine Nacht in Vanoise mit geregeltem Biwak
Szenario: Wanderduo, Abfahrt 13 Uhr, Ankunft in der Nähe einer Schutzhütte in einem autorisierten Gebiet um 20 Uhr im Sommer. Die Zeitpläne dienen nur zu Informationszwecken und hängen vom Standort ab: 19 bis 8 Uhr. Ausrüstung: 1,3 kg Zelt, 400 g Isomatte x2, 800 g Schlafsäcke x2, 70 g Kocher mit 230 g Kartusche, 200 g Kochtopf, 3 l Wasser, 900 g Lebensmittel. Basispaket ca. 7,2 kg pro Person ohne Wasser. Brennstoffbudget: ca. 200 g pro Stunde bei voller Leistung oder ca. 15 g für 0,5 l Kochen unter Dach.
Hügeliger GR, 12 km Taschengewicht
ca. 9,0 kg mit Wasser Respekt
Abfahrt 7:15 Uhr, Platz bleibt intakt
Informieren Sie sich vor der Abreise über die örtlichen Vorschriften: Nationalparks von Frankreich .
Häufige Risiken und konkrete Gegenmaßnahmen
Feuer : In Dürreperioden ist die Vegetation leicht entflammbar. Auf Dünen und in Wäldern kann das Biwakieren oder freie Campieren verboten sein (siehe ONF: Dünen und Erosion ).
Wetter und Wind : Richten Sie den Unterstand aus, achten Sie auf kurze Abspannleinen, starke Heringe und ein wenig Reserve.
Wildtiere und Nachbarschaft : Halten Sie sich von Nistplätzen, Schafställen und Wasserstellen fern und lagern Sie Lebensmittel. Beachten Sie beim Zelten die Ruhezeiten.
Welche Ausstattung für welchen Fall? Integration und Vernetzung
Minimalistisches Biwak
- Kompakter Unterschlupf: Zelte und Planen von Arknor .
- 35 bis 50 L Tasche: Taschen und Tragetaschen (z. B. 40 L Rucksack ).
- Lichtherd: Öfen und Verbrennung . Kochen: Töpfe und Behälter .
- Ressourcen: Smart Bivouac und FAQ .
Komfortables Camping
- 2- bis 3-Personen-Zelt und Bodenplane ( Unterstandauswahl ).
- Ruhiges Kochen: Kochen und Flüssigkeitszufuhr und Herde .
- Organisation: Aufbewahrung und Abdeckungen .
- Brauchen Sie Hilfe? Kontaktieren Sie einen Experten und erfahren Sie mehr über Arknor .
Spartipp: Eine Plane mit einer Hängematte aus Moskitonetz deckt 3 Jahreszeiten unter den Bäumen ab und bietet eine nützliche Reserve für den Fall, dass das Zelt kaputtgeht.
Quellen und Bildnachweise
- Städtebauliche Regelung: Unterabschnitt Camping (R111 32 bis R111 35).
- Artikel: R111 32 , R111 33 , R111 34 .
- Nationalparks: Das Biwak .
- ONF: Wald und Dünen von Fontainebleau, gute Gesten .
- Bilder: Lagerfeuer vor zwei Biwakzelten , Standort Camping Chaillac , Biwak Ciuttulu , Städtischer Campingplatz (CC BY SA 4.0).
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